Archiv der Kategorie: Allgemein

Kennt Ihr schon das Fiddle-Forum?

Hallo Leute!

Kennt Ihr schon das deutsche Fiddle-Forum? Hier findet Ihr viele interessante Tipps und Tricks rund ums Fiddle Spielen, sowie Diskussionen, Tunes und Gleichgesinnte!

Zum Forum geht’s hier.

Greetz, N

Kolophonium

kolophonium_02Beim Kolophonieren des Bogens kann es schnell vorkommen, dass man gegen den Frosch stösst, was zur Folge hat, dass das Kolophonium splittert und Risse bekommt.

Ist das Kolophonium einmal beschädigt, ist es eine Frage der Zeit, bis sich die Risse fortsetzen und das Kolophonium auseinanderfällt, so wie das rechts im Bild zu sehen ist.

Hier ein kleiner Trick, wie man dem Zusammenstoß vorbeugen kann, sodaß das Kolophonium erhalten bleibt:

kolophonium_01

Halte beim Einstreichen des Bogens entweder den Daumen oder den Zeigefinger kurz vor die Kante des Frosches, damit wird der Stoß gegen den Frosch vermieden. Klingt simpel, ist aber unheimlich effektiv.

Saiten aufziehen – so geht’s

Mit einem einfachen Trick lassen sich die Saiten der Geige so aufziehen, dass die Wirbel automatisch in den Wirbelkasten hineingezogen werden. Auf diese Weise lässt sich erreichen, dass die Wirbel nachträglich nicht „abhauen“. Wie das geht, will ich hier am Beispiel der G-Saite zeigen.

g_007_800Hier seht Ihr den Wirbelkasten mit den lockeren Saiten. Die lila umsponnene ist die G-Saite. Diese steckt gerade soweit im Wirbelloch, wie der Wirbel breit ist. Für das anfängliche Mitnehmen der Saite reicht das vollkommen aus.

Nun müsst Ihr die Saite etwas straffen, damit die Ecke vom Wirbelloch die Saite mitnehmen kann. Anschliessend den Wirbel drehen, sodass der Saitenaufzug beginnt.

g_003_800

Rechts im Bild ist nun die gesstraffte Saite nach 1-1/2 Umdrehungen zu sehen.

Und nun erkennt man auch schon den Trick, den ich anwende: Ich ziehe die getraffte Saite beim Aufzug konsequent nach aussen, sodass die Windungen jeweils in Richtung Wirbelkastenwand nebeneinander liegen.

Nach einer Weile liegen mehrere Windungen nebeneinanderg_004_800, und die Wand des Wirbelkastens ist erreicht.

Ab jetzt zeigt der Trick Wirkung: Der Wirbel wird beim weiteren Aufziehen in den Kasten hineingezogen, wodurch er in der Folge auch festsitzt.

Damit der Wirbel nicht zu fest sitzt, weil vielleicht noch viel Umspannung übrig ist und die Saite noch nicht vollends aufgezogen wurde, kann man die Windungen irgendwann wieder von der Wirbelkastenwand wegführen und in einer „zweiten Etage“ lagern. Wenn überhaupt, ist das aber nur bei der G-Saite relevant.

g_006Beim Saitenaufzug ist unbedingt darauf zu achten, dass der Steg die gewünschte Position behält und nicht nach vorne gezogen wird. Ausserdem müssen die Saiten genau in den kleinen Vertiefungen des Stegs landen

Wenn ein kompletter Satz aufgezogen werden soll, würde ich in der Reihenfolge G, E, A, D vorgehen. Sobald die G und die E-Saite halbwegs aufgezogen sind und nur noch zu Ende gespannt werden müssen, können schon mal die A- und die D-Saite aufgezogen werden. Diese laufen im Wirbelkasten über die anderen Saiten. Anschliessed lassen sich die Saiten gleichmässig auf die gewünschte Stimmung hochziehen. Das verteilt einerseits den Zug auf den gesamten Steg und man kann während des Aufzugs den Steg auch besser kontrollieren, dass dieser nicht versehentlich umklappt.